Chuck the Dog

ein Fotoblog für meinen Hund und andere Stadthunde in Berlin

4 Pfoten und 2 Hände gegen Scherben

 Heute mal zu einem leidigen Thema: Glasscherben. Was wir Menschen durch unser Schuhwerk oft ungeachtet „übersehen“ ist für Hunde oftmals ein schmerzvolles Thema. Die Hundepfote ist dem Untergrund schutzlos ausgeliefert. Da bleiben gern mal Dornen, Nägel, Reißnägel, Scherben, Plastiksplitter etc. in der Pfote stecken.

Sie liegen in Berlin meist überall herum weil irgendjemand mal wieder meint seine Glasflasche irgendwo hinzuwerfen oder kaputt zu schmeißen. Manchmal fällt Sie einem ja auch mal unabsichtlich aus der Hand. Aber nur die wenigsten machen Sich die Mühe das ganze auch wieder aufzuheben und in den nächsten Mülleimer zu werfen. Aber auch scharfkantige Eissplitter können zu Verletzung der Laufsohle unserer Fellnasen führen.

Wenn der Hund nun durch so eine Glasscherbe eine Verletzung an der Pfote hat, dann heißt es sofort ab nach Hause oder im schlimmsten Fall direkt zum Tierarzt.  Den ersten Check wie schlimm die Verletzung ist sollte man schon vor Ort machen und wenn vorhanden einen Verband anlegen. Dann aber schnell nach Hause oder wie bereits erwähnt direkt zum Tierarzt. Achtet auch darauf wie weit der Weg ist. Mit jedem Schritt des Hundes und seiner verletzten Pfote steigt das Infektionsrisiko erheblich.

Zuhause angekommen sollte der Hund nun erst einmal dazu gebracht werden ruhig auf der Seite zu liegen damit man sich das ganze genau ansehen kann. Zur Not mit der Nagelschere vorsichtig störende, umliegende Haare kürzen – Aufpassen das diese nicht in die Wunde kommen! Dann sollte mit fließendem klaren Wasser, hierzu eignet sich bestens eine Augenspülflasche aus der Apotheke, gründlich gespült und gereinigt werden. Je nach Tiefe und Position der Verletzung muss nun entschieden werden Tierarzt ja oder nein.

Ist die Wunde nicht so tief sollte man mit Desinfektionsmittel die Wunde zunächst noch einmal desinfizieren und trocken tupfen. Mit etwas fusselfreien Verbandsmaterial und Beta-Isodonna-Salbe die Wundauflage vorbereiten und anschließend mit einer Mullbinde einen Druckverband anlegen. Das ganze dann mit Pflaster-Tape fixieren. Der Druck sollte so ausgerichtet sein das er den Schnitt verschließt und nicht weiter aufdrückt. So kann die Wunde wie beim Menschen schneller wieder zusammenwachsen. Das ganze muss nun täglich gewechselt werden. Beim Gassi gehen empfiehlt es sich außerdem eine Plastiktüte drüber zu stülpen – vor allem bei Regenwetter kommt die Nässe somit nicht an die Wunde. Die Plastetüte aber hinterher wieder entfernen, so das es nicht zu unerwünschten „Schwitzwasser“ kommt. Nach ca. 1 Woche sollte das gröbste überstanden sein. Der Verband sollte aber dennoch solange getragen werden bis die Wunde komplett verheilt ist. Ein weiterer Vorteil vom Verband ist das der Hund nicht ständig die Wunde beleckt.

 

DAS LESEN DIESES ARTIKELS ERSETZT NICHT DEN GANG ZUM TIERARZT!

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